SCHWÄBISCHES VOLKSKUNDEMUSEUM OBERSCHÖNENFELD

VOLKSKUNDEMUSEUM

1984 Bäuerliche Geräte und Maschinen im Schafstall

Am 7. Juli 1984 wurde der erste Abschnitt des Schwäbischen Volkskundemuseums mit der Dauerausstellung zum Thema „Von der Handarbeit zur Maschine" im ehemaligen Schafstall des Klosters Oberschönenfeld eröffnet.

Die Darstellung des Übergangs vom traditionellen, überwiegend auf menschlicher und tierischer Arbeitskraft beruhenden Landbau zur maschinisierten Landwirtschaft konnte auf der umfangreichen Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg aufbauen.

Das Leitthema der Ausstellung knüpfte jedoch auch an örtliche Gegebenheiten an. Im landwirtschaftlichen Gutsbetrieb des Klosters Oberschönenfeld wurden schon früh Maschinen eingesetzt.

1990 Volkskundemuseum im Ochsenstall

Am 31. Mai 1990 wurde der ehemalige Ochsen- und Rossstall als Hauptausstellungsgebäude des Museums feierlich eröffnet. Den Auftakt machte die Ausstellung „Andacht und Arbeit - Klosterarbeiten aus Schwaben", die zusammen mit der Wanderausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Bernhard von Clairvaux und Bayerns Zisterzienser" gezeigt wurde.

Zeigten vorangegangene Planungen noch starke Anklänge an ein Gerätemuseum, so traten im neuen Haus nun alltags- und kulturgeschichtliche Themen der Volkskunde in den Vordergrund. Ausdruck fand die veränderte Perspektive in der am 1. Juli 1991 eröffneten ständigen Ausstellung „Vom Wohnen auf dem Land". Mit der zuletzt eingerichteten und am 18. Juli 2003 der Öffentlichkeit übergebenen Dauerausstellung zum Thema „Feste im Leben - Bräuche durchs Jahr" schloss die Aufbauphase des Schwäbischen Volkskundemuseums ab.

1990 Hammerschmiedemuseum Naichen - Die Außenstelle

1987 erwarb der Bezirk Schwaben die Hammerschmiede in Naichen (Gemeinde Neuburg an der Kammel). Durch die Einrichtung als Museum, dessen erster Abschnitt 1990 eröffnet wurde, konnte ein nicht nur für den Landkreis Günzburg bedeutsames technikgeschichtliches Denkmal am Standort erhalten werden.

Das 2001 im Aufbau abgeschlossene Hammerschmiedemuseum und der 1991 vom Bezirk Schwaben erworbene Stockerhof mit Raum für Sonderausstellungen bilden die Außenstelle des Schwäbischen Volkskundemuseums.

1992 Naturpark-Haus im Kuhstall

Die 1982 zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Landkreis Augsburg geschlossene Zweckvereinbarung legte fest, in Verbindung mit dem zukünftigen Volkskundemuseum ein naturkundliches Informationszentrum einzurichten.

Zehn Jahre später, 1992,  wurde das Naturpark-Haus, dessen Träger der Verein Naturpark Augsburg-Westliche Wälder e.V. ist, im ehemaligen Kuhstall eröffnet. Die ständige Ausstellung zum Thema „Mensch und Natur" ergänzt und erweitert die Themen des Schwäbischen Volkskundemuseums.

1996 Zentraldepot im Kornstadel

1989 beschloss der Kulturausschuss des Bezirkstages, den sogenannten Kornstadel anzumieten. Das Museum benötigte nämlich, wie es in der Sitzungsvorlage hieß, „dringend ein qualifiziertes Depot (klimatisiert) für wertvolle Museumsstücke und ein nicht klimatisiertes Depot für die Lagerung von Großgeräten."

Fünf Jahre später begann der Um- und Ausbau des 1743 errichteten ehemaligen Getreidespeichers und Strohlagers zum Depotgebäude. Die Maßnahmen fanden 1996 ihren Abschluss.

Im nicht klimatisierten „Kaltdepot" im östlichen Gebäudeteil sind auf zwei Ebenen unempfindlichere Objekte wie beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen und Geräte untergebracht. Der temperierte westliche Gebäudeteil enthält auf drei Ebenen unter anderem Möbel, Werkstatteinrichtungen von Handwerkern und Ladeneinrichtungen, und im Dachgeschoß Spezialsammlungen, zum Beispiel die Spielzeugsammlung.