2017

Ausstellungen 2017

Foto: Sammlung Cornelius Grätz

Der Schneemann. Geschichte(n) eines Winterhelden 

27. November 2016 bis 5. Februar 2017, Volkskundemuseum
Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist auch ein ganz besonderer Geselle wieder allgegenwärtig: der Schneemann. Selbst in milden Wintern begegnet uns der frostige Freund in Kinderbüchern und auf Postkarten, in Schaufenstern und am Weihnachtsbaum. Seit wann genau Menschen aus Schnee Figuren gestalten, ist nicht bekannt, doch als leichtes und zugleich festes Material bietet sich Schnee als Baustoff geradezu an. Der Begriff „Schneemann“ tauchte erstmals 1770 in einer Liedersammlung auf. Ein Kupferstich von Daniel Chodowiecki von 1778 gilt als die früheste Darstellung und zeigt den Schneemann als Verkörperung des Winters in bedrohlicher Erscheinung.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Motivgeschichte des Schneemanns von der grimmig dreinblickenden Schneeskulptur bis zum freundlichen Plüsch-Schneemann fürs Kinderzimmer. Darüber hinaus ist die weltweit größte Schneemann-Sammlung von Cornelius Grätz aus Reutlingen zu sehen, die mit über 3.000 Exemplaren sogar Eingang ins Guinness-Buch der Rekorde gefunden hat... weiter

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Form und Farbe. Zugänge zu ungegenständlichen Gemälden aus der Sammlung 

18. Dezember 2016 bis 12. März 2017, Schwäbische Galerie
Im Bestand des Museums befinden sich auch Bilder mit ungegenständlicher Malerei. Diese stammen aus den letzten fünf Jahrzehnten und zeigen sehr verschiedene Auffassungen der Abstraktion – von informell bis konstruktivistisch. Präsentiert werden unter anderem Werke von Herbert Dlouhy, Burga Endhardt, Norbert Kiening und Bertram Schilling. Ihre Gemälde und Zeichnungen stecken ein großes Spektrum an gestalterischen Möglichkeiten ab. Mitmachstationen und ein umfangreiches museumspädagogisches Begleitprogramm bringen kleinen und großen Besucher/-innen die ungegenständliche Kunst näher... weiter

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Leichtigkeit und Schwere. Basilius Kleinhans und Stefan Wehmeier

19. März bis 7. Mai 2017, Schwäbische Galerie
Erstmals werden in dieser Ausstellung Werke des Bildhauers Basilius Kleinhans aus Günzburg und des Malers Stefan Wehmeier aus Hechenwang, Lkr. Landsberg/Lech, einander gegenüber gestellt. Für beide Künstler stehen gegenständliche Motive mit symbolischer Bedeutung im Mittelpunkt ihres Schaffens. Auch formal betrachtet lassen sich Übereinstimmungen finden: Basilius Kleinhans kombiniert seine kompakten Skulpturen aus Bronze und Stein oftmals mit filigranen Elementen, während Stefan Wehmeier bisweilen dem Monumentalen seiner malerisch frei aufgefassten Berglandschaften etwas spielerisch Leichtes mit zeichnerischen Elementen vorblendet... weiter 

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Entdecken, Recyclen, Bewahren. Material in der Kunst

19. Mai bis 27. August 2017, Schwäbische Galerie
Die Schwäbische Galerie zeigt begleitend zur Ausstellung „Sparen, verschwenden, wiederverwenden“ im Volkskundemuseum Arbeiten von Kunstschaffenden aus Schwaben, die spezifische Materialien – Fundstücke, Kunststoffe, Textilien usw. – in ihrem Werk einsetzen. Einige verfolgen dabei die Intention, alte Dinge neu zu beleuchten oder zu werten, anderen geht es darum, Illusionen zu wecken. Auch Gegensätzliches wird zueinander in Beziehung gesetzt. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reicht von der Materialcollage bis hin zur Installation... weiter

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Sparen, verschwenden, wiederverwenden. Vom Wert der Dinge

2. April bis 10. September 2017, Volkskundemuseum
Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft, in der in immer kürzeren Zeitabständen Hausrat und Kleidung verbraucht und Lebensmittel oft achtlos entsorgt werden. Der alltägliche Konsum orientiert sich dabei weniger am Zustand des Alten, sondern befriedigt Bedürfnisse nach immer mehr Neuem. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Die Ausstellung wirft einen Blick auf den enormen Wandel vom sparsamen, oft durch Not und Mangel geprägten sorgsamen Umgang mit den Dingen bis hin zur heutigen Wegwerfmentalität. Spannende Beispiele aus den Bereichen Ernährung, Technik, Landwirtschaft, Viehzucht, Kleidung usw. bieten Jung und Alt viele Anlässe zu Vergleichen und zum Erzählen.

Zu einer wahren Materialvielfalt führte die Entwicklung der Kunststoffe. Sie veränderten den Alltag massiv und ermöglichten die günstige Massenproduktion technischer Errungenschaften, z. B. von Radios, Staubsaugern und Lichtschaltern, später auch „pflegeleichten“ Möbeloberflächen. Doch sie brachten Probleme mit sich, die uns auch in Zukunft noch beschäftigen werden: Plastikmüll, der heute bereits ganze Ökosysteme bedroht. So werden auch solche Folgen der Wohlstandsgesellschaft in den Blick genommen. Innovative Ideen aus Schwaben zeigen schließlich auch überraschende Wege zu einem bewussteren Umgang mit den Dingen... weiter

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Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

 

Dauerausstellungen

Noch bis 10. September 2017 zeigt das Volkskundemuseum die Dauerausstellungen „Vom Wohnen auf dem Land“ und „Bräuche durch´s Jahr – Feste im Leben“. Danach schließt das Gebäude für Umbauarbeiten. Ab Sommer 2018 wird dort die neue Dauerausstellung präsentiert.

 

Vom Wohnen auf dem Land

Volkskundemuseum, Obergeschoss
Die Ausstellung führt in Stube, Kammern und Küche eines bäuerlichen Haushalts in der ersten Hälfte des 20. Jh. Sie bietet Einsichten in die Wohnweise kleinerer und mittlerer Höfe sowie in die sozialen Beziehungen der Menschen, die zur Hausgemeinschaft gehörten, in ihre Tätigkeiten und in die kulturellen Ordnungen, in die sie eingebunden waren.
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Bräuche durchs Jahr - Feste im Leben

Volkskundemuseum, Dachgeschoss
Die Ausstellung veranschaulicht mit aussagekräftigen Exponaten und Inszenierungen Bräuche des Lebenslaufes von der Geburt bis zum Tod sowie weltliche und kirchliche Feste des Jahreslaufes. Die Einbettung der Objekte in die Lebenszusammenhänge der Menschen verdeutlicht vergangene Denk- und Lebensweisen und bezeugt die enge Verzahnung von Glaube und Alltag.
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