SZILARD HUSZANK

Fremdes Land. Szilard Huszank - Malerei

30. Oktober 2015 bis 6. Januar 2016,
Schwäbische Galerie

Der Maler Szilard Huszank zeigt in seiner umfangreichen Einzelausstellung Bilder aus verschiedenen Schaffensphasen. Dabei handelt es sich ausschließlich um fiktive Landschaften, die nicht in der Natur entstanden. Szilard Huszank arbeitet nicht nach Skizzen. Er kann jedoch auf ein großes Repertoire klassischer Motive, das er sich während seines Studiums der Malerei in Budapest erarbeitet hat, zurückgreifen.

Seine früheren Gemälde, die von ihm so genannten „Landschaftscollagen“ mit ihren Bäumen und Seen, erwecken in uns häufig den Eindruck, an diesem Ort schon einmal gewesen zu sein. Dazu tragen der klassische Bildaufbau, die Erschließung des Tiefenraums und die spezifische Beschaffenheit der Oberflächen je nach Motiv bei.

Parallel zu diesen Bildern mit erkennbaren Motiven entstanden stets kleine Kompositionen, die ebenfalls von Landschaften inspiriert sind, aber nur noch Stimmungen wiedergeben. Diese sogenannten imaginären Landschaften leben vom Spiel mit Struktur und Farbe: Manche wirken zart, wie hingehaucht, ihre Formen verschwimmen ineinander, andere erscheinen uns durch ihren pastosen Farbauftrag kompakt und griffig.

Eine eigene Werkgruppe in der Ausstellung bilden die Aquarelle. Bei ihnen stehen erkennbare Landschaftsmotive, etwa Bäume, rhythmisiert angeordneten Linien, die an Muster erinnern, gegenüber. Zarte, durchlässige Partien bilden einen Kontrast zu leuchtenden Akzentuierungen.

Diese Blätter sind gleichzeitig Wegbereiter für eine neue Schaffensphase. Sie ermöglichten Szilard Huszank eine großzügigere, lockerere Auffassung von Malerei, die in seinen groß angelegten Landschaftsbildern weiterwirkt. Motive lassen sich nun zwar erkennen, doch sie sind stärker verfremdet, als dies früher der Fall war. Die Farbgebung erscheint mutiger, die Komposition konzentrierter und spannungsreicher. Diagonalen und Staffelungen lassen den Eindruck von Leichtigkeit entstehen und erinnern in ihrer Art der Raumerschließung an Gemälde der Nabis und zum Teil auch an Bilder von Peter Doig.

Das „fremde Land“ wird immer wieder neu definiert, in dem Motive anders akzentuiert und gewichtet werden und in uns Fragen nach dem Bezug zur Realität aufwerfen, da doch vieles so naturalistisch erscheint.

Szilard Huszank
1980 in Miskolc/Ungarn geboren
2001–2008 Studium an der Universität der Bildenden Künste in
Budapest bei Prof. Dóra Maurer und Zsigmond Károlyi (Diplom)
2003–2009 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in
Nürnberg bei Prof. Diet Sayler und Prof. Georg Winter
2009 Meisterschüler bei Prof. Peter Angermann Nürnberg
Auszeichnungen und Stipendien
2003 DAAD Stipendium in Nürnberg
2004 Erasmus-Stipendium in Nürnberg
2005–2008 Stipendium für ausländische Studierende des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst;
DFJW/OFAJ Auslandsstipendium in Marseille;
Förderpreis der Stadt Nürnberg für Kunst und Wissenschaft (mit der Galerie Bernsteinzimmer)
2009 Alfred-Toepfer-Stipendium
2010–2011 Atelierförderung der Stadt Nürnberg
2012 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten
2013 Kunstkalender Sparkasse Nürnberg
2013–2014 und 2015–2016 Bayerisches Atelierförderprogramm
2015 Katalogförderung der Hypo-Kulturstiftung München
Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
Szilard Huszank lebt und arbeitet in Maingründel (Lkr. Augsburg).


Begleitprogramm
Sonntagsführungen mit Bärbel Steinfeld M. A.:
8. November, 27. Dezember, jeweils 15 Uhr
Familienführung und Aktiv-Werkstatt mit Oda S. Bauersachs:
15. November, 15–16.30 Uhr
Künstlergespräch mit Szilard Huszank, Moderation Dr. Mechthild Müller-Hennig:
6. Januar 2016, 15 Uhr

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr, montags geschlossen.
An allen Feiertagen geöffnet.
Am 24.12. (Heiligabend) und 31.12. (Silvester) 10–14 Uhr geöffnet.
Für Gruppen auch nach Vereinbarung.
Bitte beachten:
Vom 9.–16. Dezember ist die Ausstellung aufgrund des Oberschönenfelder Weihnachtsmarktes nur eingeschränkt zu besichtigen!

Oberschönenfelder Weihnachtsmarkt
Freitag, 11. Dezember, 16–20 Uhr,
Samstag, 12. Dezember, 12–20 Uhr
Sonntag, 13. Dezember, 12–19 Uhr