HUPPERICH

34 Perspektiven zur Gegenwart, Endy Hupperich: Malerei - Zeichnungen - Plakate

27. Juli bis 14. September 2014,
Schwäbische Galerie

Der international arbeitende Künstler Endy Hupperich präsentiert in seiner umfangreichen Einzelausstellung neue Arbeiten: Gemälde, Plakate, Zeichnungen. Ihre Motive sind aus Bildzitaten, Klischees und Versatzstücken aus der Arbeits- und aus der Kunstwelt zusammengesetzt.

Für seine Öl- und Acrylmalereien auf Leinwand wählt der Künstler häufig große Formate. Seine Palette ist vielseitig, meist sind es jedoch kräftige, ja teils schrille Töne, die seine Bilder prägen und manchmal irritierend wirken. Auch der Malprozess vollzieht sich auf vielfältige und somit spannungsvolle Weise: vom durchscheinenden Hintergrund über einen pastosen Farbauftrag bis hin zu partiellen Übermalungen. Hinzutreten gezeichnete Motive oder Muster, die genau definierte Gegenstände überlagern. Diese Art und Weise der bildnerischen Auffassung gibt dem Betrachter Fragen auf und lässt ihn neue Perspektiven und Realitätsebenen entdecken. Die Grenzen zwischen Malerei und Zeichnung, Zufall und Lenkung, Innen und Außen scheinen aufgeweicht. Malerei wird zur Collage, zum Nebeneinander von Momentaufnahmen und Situationsbeschreibungen.

Während die Malerei im Werk von Endy Hupperich ständig präsent ist, entstehen Arbeiten auf Papier eher phasenweise. Bei seinen Zeichnungen konzentriert sich der Künstler auf wenige Motive und stilistische Ausprägungen. Bisweilen begegnen uns hier sogar klassische, reine Zeichnungen ohne Versatzstücke aus anderen Bereichen. Häufig allerdings bringt Endy Hupperich seine Figuren mit vegetativen oderartifiziellen Elementen in Verbindung. Seine von ihm so genannten Plakate sind im Grunde genommen Collagen, die vergrößert als Plakate gedruckt werden: Häufig außergewöhnliche Motive tauchen hier oft parallel auf, zeigen die Gleichzeitigkeit, das nebeneinanderher Existieren.

So spontan die Bilder von Endy Hupperich aufgrund ihres lebhaften Duktus auch wirken, so steht dahinter stets ein Innehalten, Abstand gewinnen, Erwägen und Filtern: Aus einer Fülle an Motiven und Bildern gilt es, Details zu finden, die ins Auge springen, die bedeutend und aussagekräftig sind.Stets geht es Endy Hupperich darum, Widersprüche und Gegensätze zu thematisieren, die im menschlichen Leben eine zentrale Rolle spielen: Wunsch und Wirklichkeit, gut und böse, schnell und langsam.

 

Endi Hupperich

in Kaufbeuren geboren
1990–97 Studium der freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei den Professoren Helmut Sturm und Robin Page
1994 Preis des Prestel Verlag München
1995 Preis der Danner Stiftung, München
1995 Publikumspreis der Stadt Kronach
2000 Reisestipendium des DAAD für Mexiko mit S. Rath
2003 Kunstpreis der Stadt Kaufbeuren für Zeitgenössische Bildende Kunst
2002, 2004 Gastprofessuren an der Escuela Nacional ENPEG, „La Esmeralda“ in Mexiko-Stadt, gefördert durch den DAAD
2002–03 Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Forschung und Kunst zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses
2007 Projektstipendium der Gisela und Erwin von Steiner–Stiftung, München
2010 1. Preis Kunst–am Bau–Programm, Quivid, München
2012–14 Atelierförderung der Stadt München, Baureferat Landeshauptstadt München
2012 1. Preis Kunst am Bau, BMC, Staatliches Bauamt München II

 

Begleitprogramm

Sonntagsführungen
mit Bärbel Steinfeld M.A.
10. und 24. August, 7. September, jeweils 15 Uhr

Familienführung
„Kunstbegegnung mit kreativem Gestalten“ mit Museumspädagogin Oda Bauersachs
Sonntag, 17. August, 15.00–16.30 Uhr

Künstlergespräch
mit Endy Hupperich unter Leitung von Dr. Mechthild Müller-Hennig
14. September, 15 Uhr 

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