FRANZ HITZLER

Farbgestalt - Malerei und Skulptur von Franz Hitzler

30. September bis 25. November 2012,
Schwäbische Galerie

Franz Hitzler wurde 2011 für sein künstlerisches Gesamtwerk mit dem Kunstpreis des Bezirks Schwaben ausgezeichnet. Aus diesem Anlass widmet ihm die Schwäbische Galerie eine große Retrospektive. Zu sehen sind ein Querschnitt von Acrylbildern aus vier Jahrzehnten sowie eine kleine Auswahl von Keramiken aus den letzten Jahren.

Eine starke Dynamik ist bereits für seine Gemälde aus den 1970er-Jahren charakteristisch. Dabei kann die Farbigkeit sehr zurückgenommen sein. Die Motive reichen von ausdrucksstarken Fratzen und Figuren bis hin zu geometrischen Formen. Weiter entwickelt hat Franz Hitzler in den 1980er-Jahren seine verzerrten Gesichter. Der Bildaufbau wird immer vielschichtiger, die Farbigkeit intensiver. Bei Franz Hitzlers Bildern der 1990er-Jahre spielen meist Grundfarben eine vorrangige Rolle. Seine skurrilen und gleichzeitig stilisierten Fantasiewesen verschmelzen oftmals mit ihrer Umgebung zu einem größeren Ganzen.

Hitzlers Arbeiten der letzten Jahre können als eine Art Reflexion betrachtet werden. Sein Überarbeiten früherer Werke sowie das Aufgreifen von Motiven und Farbstimmungen früherer Bilder machen sein ständiges Infragestellen des eigenen Schaffens deutlich. Wie rasch er jedoch ausdrucksstarke Formen finden kann, zeigt in der Ausstellung eine kleine Auswahl von Arbeiten auf Papier.

In den letzten Jahren schuf Franz Hitzler auch Keramikskulpturen: Seit 2002 arbeitet er regelmäßig zweimal im Jahr in der Keramikwerkstatt „San Giorgio“ in Albisola, Ligurien. Auch in den dort entstandenen „Farbgestalten“ manifestiert sich das Grundanliegen des Künstlers, Schönheit und Schrecken miteinander zu verbinden. Im Nebeneinander von glasierten Teilen zu porösen Oberflächen können wir eine Affinität zu Hitzlers Malerei erkennen: in der Spannung zwischen amorphen und deutlich ausformulierten glatten Formen.

Franz Hitzler wurde 1946 in Thalmassing bei Regensburg geboren und ist in Mittelneufnach und in Donauwörth aufgewachsen. Mit 16 Jahren besuchte er die Werkkunstschule in Augsburg. Von 1967 bis 1973 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. 1981 erhielt er den Bayerischen Staatsförderpreis für Bildende Kunst, 2009 den Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Franz Hitzler kann auf zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland zurückblicken, Werke von ihm befinden sich in vielen renommierten Sammlungen. Er lebt und arbeitet im Allgäu und in München.

Begleitprogramm

Künstlergespräch mit Dr. Mechthild Müller-Hennig:
14. Oktober 2012, 15 Uhr.

Sonntagsführungen mit Bärbel Steinfeld M. A.:
28. Oktober und 11. November 2012, jeweils 15 Uhr.

Familienführung „Kunstbegegnung mit kreativem Gestalten“ mit Museumspädagogin Oda Bauersachs:
18. November 2012, 15 Uhr.