PRESSE
Mi. 26.04.17

Eröffnung der Ausstellung „Entdecken, Recyclen, Bewahren. Material in der Kunst“

19. Mai bis 27. August 2017

Unter dem Titel „Entdecken, Recyclen, Bewahren – Material in der Kunst“ zeigt die Schwäbische Galerie im Volkskundemuseum Oberschönenfeld vom 19. Mai bis zum 27. August 2017 Arbeiten von sieben Kunstschaffenden aus Schwaben, die unter anderem Materialien wie Stein, Holz, Kunststoffe und Textilien in ihrem Werk einsetzen.

Während manche Künstler dabei ganz bestimmte Materialien bevorzugen, fasziniert andere die ständige Neuentdeckung von Gegenständen mit haptischer Qualität. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reicht von der Materialcollage bis hin zur Installation.

Die Ausstellung ist auf zwei Ebenen mit jeweils verschiedenen Schwerpunkten angesiedelt: Im Erdgeschoss steht die Auseinandersetzung mit historischem Material im Mittelpunkt, im ersten Stock geht es um das Thema Natur.

Während Marianne Ranftl mit Textilien aus einem Jahrhundert thematisch Aktuelles gestaltet, verleiht Wolfgang Schenk alten Dingen eine neue Bedeutung, beispielsweise mit seiner Arbeit „Das Erbe meiner Mütter – conservare“, einer Sammlung von befüllten Einweckgläsern aus fünf Jahrzehnten. Aus Gegenständen verschiedener Zeiten und Zusammenhänge baut Helmut Ranftl seine Materialcollagen, überarbeitet sie malerisch, kombiniert sie mit Fotografien und bewahrt damit das vom Zerfall Bedrohte. Wolfgang Mennel gewährt Einblicke in ein Familienalbum, will sich damit jedoch keineswegs im Anekdotischen verlieren, sondern vielmehr darauf hinwiesen, dass wir uns unsere Erinnerungen stets zusammenbauen.

Wie gegensätzlich Natur thematisiert werden kann, zeigen die Arbeiten im Obergeschoss: So schuf Hama Lohrmann mit Naturfundstücken aus der Umgebung des Museums eine große Installation als Gegenentwurf zu unserer von technischen Dingen geprägten Welt. Helen Pavel hingegen verwendet vorgefundene und gekaufte Alltagsmaterialien und gestaltet damit auf abstrahierende und verfremdende Weise Motive aus der Natur. Der Reiz der Entdeckung von immer wieder neuen Materialien steht für sie im Fokus. Bezüge zu verschiedenen Bereichen stellt Matthias Wohlgenannt her: Er arbeitet mit Abfallprodukten aus Natur und Industrie und lässt diese – in einen neuen Zusammenhang eingebunden – zu einem kostbar erscheinenden Objekt werden.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, auch für Kinder und Schulklassen. Hinzu kommen Ferienkurse und Workshops. Auch Kindergeburtstage können gebucht werden. Näheres siehe Homepage.

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